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[Entstehungsgeschichte]

Ein für Solostimmen, Chor und Orchester geschriebenes Oratorium. Gewidmet den in Auschwitz Ermordeten. Entstanden ist das Werk im Januar/Februar 1967. Die Uraufführung fand am 16.04.1967 während der internationalen Gedächtnisfeiern auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz statt. Der Komponist wollte mit seinem Werk sein inneres Verhältnis zu den in Auschwitz begangenen Verbrechen kundtun. Durch Textfragmente aus der Bibel, dem antiken griechischen Drama und Versen zeitgenössischer Dichter erreicht er einen ungewöhnlich starken tragischen Ausdruck. Das Werk gliedert sich in drei Teile:
1. Lamentatio   (Klage)
2. Apocalypsis   (Offenbarung, eine Schrift die sich mit dem Weltuntergang befaßt)
3. Apotheosis   (Erhebung eines Menschen zum Gott, wirkungsvolles Schlußbild eines Bühnenwerkes)
Penderecki übersetzte die ausgewählten Texte ins Lateinische. Dadurch verloren sie ihre Direktheit und Eindeutigkeit und gewannen statt dessen eine überzeitliche Dimension. Auf diese Weise wird verhindert seine Musik als Programmusik zu interpretieren.

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Georg Köster
Last modified: Tue Sep 21 20:20:46 CEST 1999